Steht bei dir gerade der Gedanke im Raum, dir ein Boxspringbett zu kaufen? Dann tauchen schnell die klassischen Fragen auf: Welches Design soll es sein? Wie wirkt das Kopfteil? Welche Größe passt ins Schlafzimmer? Was viele dabei aber unterschätzen: Der Härtegrad des Boxspringbetts entscheidet wesentlich mit, wie sich dein Bett wirklich anfühlt – ob du weich einsinkst, stabil gestützt liegst oder genau die Mitte triffst.
Und genau da wird’s interessant: Ein Boxspringbett reagiert anders als eine klassische Matratze. Die Box federt, die Matratze stützt punktgenau, der Topper verfeinert das Liegegefühl – und der Härtegrad der Matratze des Boxspringbetts ist der Punkt, an dem alles zusammenläuft.
Wenn du weißt, welcher Härtegrad zu deinem Körper und deinem Schlafstil passt, verändert sich das ganze Erlebnis: Du liegst natürlicher, entspannter und vor allem so, wie es sich für dich richtig anfühlt. In diesem Guide findest du heraus, welche Härtegrade es gibt, wie du deinen passenden findest und wie du beim Boxspringbett den Härtegrad bei Bedarf härter oder weicher gestalten kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Basiswissen zu Boxspringbett-Matratzen und Härtegraden
- Härtegrad verstehen: Wie das Boxspringbett als System funktioniert
- Welche Härte passt zu dir? – Orientierung nach Gewicht und Liegegefühl
- Was die Schlafposition mit dem Härtegrad zu tun hat
- Feintuning fürs Liegegefühl: kleine Anpassungen mit großer Wirkung
- Warum sich der Härtegrad bei einem Boxspringbett von Belanoti natürlich anfühlt
- FAQ zu Härtegraden bei Boxspringbetten
Basiswissen zu Boxspringbett-Matratzen und Härtegraden
- Was bedeutet Härtegrad? Per Definition beschreibt der Härtegrad die Festigkeit der Matratze im Boxspringbett – also, wie weich oder stabil du liegst.
- Welche Skala gibt es? Die klassischen Abstufungen reichen von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr hart). In der Praxis bewegen sich Härtegrade für Boxspringbetten im Bereich H2, H3 und H4, weil diese Kombinationen den meisten Körperprofilen entsprechen.
- Woran orientierst du dich? Grundregel: Je höher dein Körpergewicht, desto höher sollte der Härtegrad sein. Aber auch deine Schlafposition und dein persönliches Liegegefühl spielen eine wichtige Rolle.
- Warum fühlt sich der Boxspring-Härtegrad nicht überall gleich an? Härtegrade sind nicht genormt. Jeder Hersteller definiert sie ein wenig anders – je nach Aufbau, Federkern und Materialmix. Darum kann sich ein H3 bei Anbieter A deutlich weicher anfühlen als ein H3 bei Anbieter B.
Härtegrad verstehen: Wie das Boxspringbett als System funktioniert

Beim Boxspringbett entsteht der Härtegrad nicht nur durch die Matratze, sondern durch das Zusammenspiel aus Box, Federkern und Topper. Alles ist bereits aufeinander abgestimmt – und genau das kann ein Vorteil beim Boxspringbett sein. Anstatt dich durch verschiedene Lattenroste, Bettgestelle und Matratzen zu kombinieren, bekommst du hier ein System, das als Einheit gebaut ist und sich dadurch direkter und nachvollziehbarer im Liegegefühl zeigt.
Die Skala der Härtegrade reicht grundsätzlich von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr fest). Gebräuchlich sind vor allem H2, H3 und H4, weil sie den Bereich abdecken, in dem sich die meisten Körper gut ausbalancieren lassen.
Dein neues Boxspringbett – welche Härte passt zu dir?
Der passende Härtegrad ergibt sich aus deinem Körpergewicht und dem gewünschten Liegegefühl. Die folgende Übersicht bietet dir eine kleine Orientierung und basiert auf Erfahrungen, die wir bei Belanoti regelmäßig machen:
| Härtegrad | Gewicht | Liegegefühl | Einordnung |
|---|---|---|---|
| H1 | bis ca. 60 kg | sehr weich | Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die bewusst extrem weich schlafen möchten (kommt eher selten vor) |
| H2 | ca. 60–80 kg | weich–mittelfest | leichtere bis durchschnittliche Körper, häufig angenehm für Seitenschläfer |
| H3 | ca. 80–100 kg | mittelfest | der „Allround“-Härtegrad, den viele als ausgewogen empfinden |
| H4 | ab ca. 100 kg | fest | geeignet für kräftigere Körper oder alle, die ein stabileres Liegen bevorzugen |
| H5 | ab ca. 120 kg | sehr fest | kommt selten vor, da wirklich straff – wird nur gezielt gewünscht |
Was hat meine Schlafposition mit dem Härtegrad des Boxspringbetts zu tun?
Deine Schlafposition verrät viel darüber, wie dein Boxspringbett dich unterstützen sollte.
Orthopädisch betrachtet geht es vor allem darum, dass deine Wirbelsäule in ihrer natürlichen Linie bleibt – weder durchhängt noch überstreckt. Und das fühlt sich je nach Position ein bisschen anders an:
- Seitenschläfer brauchen Raum für Schulter und Becken. Ein etwas weicheres Liegegefühl (H2 oder ein softer H3) lässt diese Bereiche sanft einsinken, ohne dass die Taille „in der Luft hängt“.
- Rückenschläfer mögen oft eine stabile Mitte. Hier spielt H3 seine Stärke aus: Der Körper sinkt leicht ein, bleibt aber gut geführt – ideal, um die Lendenwirbelsäule zu entlasten.
- Bauchschläfer liegen generell flacher. Zu weich ist hier selten angenehm, weil der Rücken sich ins Hohlkreuz drücken könnte. Viele empfinden daher eine etwas festere Abstimmung als ruhiger, aber eben nicht automatisch H4.
Kurz gesagt: Die Schlafposition gibt eine Richtung vor – und dein Körpergefühl entscheidet, was sich wirklich gut anfühlt. Die Mischung aus beidem führt meist zur optimalen Wahl.
Feintuning fürs Liegegefühl: So kannst du dein Boxspringbett härter machen – oder weicher
Es gibt ein paar einfache Stellschrauben, mit denen du dein den Härtegrad deines Boxspringbetts feintunen kannst, ohne das System zu verändern.
- Den richtigen Topper wählen: Der Topper beeinflusst das Liegegefühl spürbar: Kaltschaum wirkt eher stabil und unterstützt fester, während Visco weicher reagiert und sich stärker anpasst.
- Materialreaktion beachten: Visco reagiert auf Körperwärme und wird im Laufe der Nacht automatisch weicher. Wenn dir das zu soft wird, passt ein Kaltschaumtopper oft besser.
- Matratze drehen: Manchmal hilft schon ein Wechsel der Schlafseite. Durch die Rotation verteilt sich die Belastung gleichmäßiger – und die Oberfläche fühlt sich wieder stabiler an.
- Was nicht sinnvoll ist: Improvisierte Lösungen wie Bretter, Platten oder günstige Zusatzschichten verändern zwar etwas – aber oft auf Kosten der Ergonomie. Das Liegegefühl wird dadurch meist unnatürlich hart und die Federung kann nicht mehr richtig arbeiten.
Zur Info: Wenn du dich für ein Boxspringbett elektrisch verstellbar entscheidest, lässt sich der Härtegrad selbst nicht verändern – aber deine Haltung im Bett sehr genau anpassen. Durch die variable Position von Kopf- und Fußteil kannst du Druckpunkte entlasten und das Liegegefühl so anpassen, sich für deinen Körper am bequemsten anfühlt.

Warum sich der Härtegrad bei einem Boxspringbett von Belanoti natürlich anfühlt
Beim Boxspringbett kommt es nicht auf eine einzelne Komponente an, sondern auf das Zusammenspiel. Genau das ist der Punkt, an dem sich Belanoti-Betten oft anders – und für viele natürlicher – anfühlen.
Wir bauen unsere Boxspringbetten mit Holz. Das heißt, die Box mit Bonell-Federkernen im Inneren ist stabil und federt Bewegungen angenehm ab. Darüber liegt die 7-Zonen-Taschenfedernmatratze, die den gewählten Härtegrad abbildet und deinen Körper punktelastisch unterstützt. Wenn du dich für ein Boxspringbett 180×200 cm oder ein Boxspringbett 160×200 cm entscheidest und es dir mit einem Partner teilst, begegnet dir oft das, was wir täglich in der Beratung sehen: Zwei Menschen haben selten das gleiche Liegegefühl. Genau deshalb lassen sich unsere Härtegrade pro Seite flexibel kombinieren: Eine Matratze kann zum Beispiel H2 auf der einen Seite und H3 auf der anderen haben, ohne dass man eine Trennung spürt. Auch H3/H4 ist möglich, wenn eine Seite mehr Stützkraft braucht.
Der Topper rundet das Liegegefühl ab und sorgt für die Feinabstimmung – bei uns bekommst du standardmäßig einen Viscoschaum-Topper, weil er für viele Schläfer angenehm anschmiegsam ist und Druck gut verteilt. Wenn du ein klareres, etwas festeres Liegen bevorzugst, kannst du im Bestellprozess ganz einfach einen Kaltschaumtopper wählen – ohne Aufpreis.
Übrigens entstehen unsere Betten in europäischer Fertigung – und das merkt man auch im Liegegefühl. Keine künstlich „aufgepolsterten“ Härtegrade für Showrooms, sondern ehrliche Materialien, die so arbeiten, wie sie sollen. Kurz: Der Härtegrad deines Boxspringbetts fühlt sich bei Belanoti so an, wie du ihn auswählst – und nicht anders.
FAQ zu Härtegraden bei Boxspringbetten
Wie wichtig ist mein Körpergewicht in Bezug auf den Härtegrad meines Boxspringbettes – und wie viel zählt mein persönliches Empfinden?
Dein Gewicht gibt eine grobe Richtung vor, damit die Matratze dich gut tragen kann. Aber das heißt nicht, dass sich jeder exakt an diese Vorgaben halten muss. Viele Schläfer liegen zum Beispiel trotz ähnlichem Gewicht unterschiedlich gern: Der eine mag es etwas weicher, der andere fühlt sich auf einer festeren Fläche wohler. Auch Dinge wie Schulterbreite, Schlafposition und das Liegegefühl aus dem alten Bett spielen mit hinein. Darum gilt: Die Gewichtsempfehlung hilft bei der Orientierung – das persönliche Empfinden entscheidet den Feinschliff.
Wie merke ich, dass der Härtegrad vom Boxspringbett grundsätzlich zu mir passt?
Ein guter Härtegrad stützt deinen Körper, ohne Druckstellen zu erzeugen. Du solltest in Seitenlage nicht „durchhängen“ und in Rückenlage nicht ins Hohlkreuz gedrückt werden. Wenn sich dein Liegen ruhig, ausgeglichen und natürlich anfühlt – und du morgens ohne Verspannungen aufwachst – passt der Härtegrad in der Regel gut.
Ich habe das Gefühl, der Härtegrad meines neuen Boxspringbettes passt nicht – woran liegt das?
Ein neues Bett ist für deinen Körper erst einmal ungewohnt. Muskeln und Gelenke kennen das alte Liegegefühl in- und auswendig – mit all seinen Eigenheiten. Kommt ein neues Bett dazu, reagiert der Körper häufig ein wenig vorsichtig. Das ist der sogenannte First-Night-Effekt: In einer neuen Schlafumgebung braucht der Körper etwas Zeit, um sich wirklich zu entspannen. Viele kennen das vom Urlaub. Nach ein paar Nächten legt sich dieses Gefühl meist schon, und nach zwei bis drei Wochen hat sich dein Körper an den neuen Untergrund gewöhnt.
Damit dein Körper den Härtegrad deines neuen Boxspringbettes in Ruhe kennenlernen kann, bekommst du bei uns 30 Tage Probeschlafen. Das funktioniert ehrlicher als fünf Minuten Probeliegen im Möbelhaus – dort nimmt der Körper oft gar nicht wahr, wie sich das Bett über eine ganze Nacht anfühlt.









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